Weil Kinderschutz und Kindeswohl oftmals knappe Güter sind, stehen auf diesen Seiten zumeist ernsthafte Dinge. Heute kann ich aber einmal etwas Erfreuliches berichten.

Eine Frankfurter Wohnstraße bereitet ihr Straßenfest vor, zur Vertiefung des nachbarschaftlichen Zusammenhalts und einfach aus Freude am Feiern. Spiele, Speisen, Getränke und Musik müssen organisiert werden. Auch eine Tombola soll es geben, und der Gewinn soll gestiftet werden für einen „guten Zweck“. Aber – für welchen?

Den Organisatorinnen kommt das Frankfurter „Sorgentelefon für Kinder und Jugendliche“ in den Sinn (wo ich seit nunmehr 25 Jahre mitarbeite). Sie fragen bei uns an, ob wir bereit seien, eine Spende in noch unbekannter Höhe entgegen zu nehmen (Was für eine Frage!). Und sie krönen ihr Angebot mit der Bereitschaft, eine Delegation von uns bei diesem Fest zu empfangen. Diese könnte die Arbeit des Sorgentelefons beschreiben und erklären, wofür das Telefon – das nur ehrenamtliche Mitarbeit kennt – überhaupt Geld braucht.* Welch eine Chance, Werbung für unsere Sache zu machen!

So geschieht es: Zwei Menschen vom Sorgentelefon kreuzen bei traumhaftem Sommerwetter in der herausgeputzten Feststraße auf und bekommen sogar ein Mikrophon in die Hand gedrückt, um akustisch souverän die Spendenbereitschaft anzustacheln. Mit Erfolg. Die Tombola ist im Nu ausverkauft. Jetzt freut sich das Sorgentelefon über den Reingewinn und noch in ganz besonderer Weise über Menschen, die das Bedürfnis haben, ihre Lebensfreude dadurch zu vermehren, dass sie sie mit unbekannten Kindern teilen.

Schade, dass diese das nicht erfahren können!

Anonymität ist ein geheiligtes Prinzip der Telefonberatung. Jetzt gibt es eine Ausnahme: Die überraschende Zuwendung kommt aus der Frauenlobstraße in Frankfurt.

 

 

*Die größten Kostenblöcke sind: Miete, Aus- und Fortbildung und Supervision für alle Berater(innen).

 

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